Wie unterscheiden sich die Kosten von Carrier Billing und Kartenzahlungen?
Wer online für digitale Services oder Produkte bezahlt, nutzt dafür meist eine Kredit- oder Debitkarte. Carrier Billing wird jedoch zunehmend zu einer Alternative: Verbraucher bezahlen ihre Einkäufe dabei direkt über die Handyrechnung. Auf den ersten Blick kann Carrier Billing teurer wirken als eine klassische Kartenzahlung. Aber ist das tatsächlich so? Ein genauerer Blick auf die Kosten der Online-Kartenabwicklung und das transparente Gebührenmodell von Carrier Billing zeigt die Unterschiede.
Die versteckten Kosten von Kartenzahlungen
Auf den ersten Blick wirken Kartenzahlungen einfach und günstig. Pro Transaktion fällt eine prozentuale Gebühr an, und damit hat es sich, oder? Nicht ganz. Tatsächlich können bei Kartenzahlungen verschiedene zusätzliche Gebühren anfallen, die Verbraucher und selbst manche Unternehmen nicht unmittelbar im Blick haben. Dadurch können Kartenzahlungen komplexer und teurer sein, als es zunächst scheint:
Interchange-Gebühren: Diese Gebühren fallen bei Kartenzahlungen an und fließen von der Bank des Händlers an den Issuer, also die Bank, die die Karte ausgegeben hat. Ihre Höhe kann je nach Kartentyp (Kredit- oder Debitkarte), Issuer und sogar dem Ort der Transaktion erheblich variieren.
Payment-Gateway-Gebühren: Für die Abwicklung von Online-Transaktionen benötigen Händler ein Payment Gateway, das ihre Website mit dem Payment Processor verbindet. Payment Gateways berechnen häufig Einrichtungsgebühren, monatliche Gebühren und zusätzliche Transaktionsgebühren.
Acquirer-Gebühren:Diese Gebühren gehen an den Acquirer, der die Kartenzahlungen für den Händler abwickelt. Sie setzen sich häufig aus Fixgebühren, prozentualen Gebühren und zusätzlichen Gebühren für internationale Transaktionen zusammen.
Chargeback-Gebühren: Wenn ein Kunde eine Transaktion anficht, riskiert der Händler nicht nur den Verlust des Kaufbetrags, sondern es können zusätzlich Chargeback-Gebühren von 20 bis 100 US-Dollar pro Fall anfallen.
Kosten für Betrugsprävention: Das Betrugsrisiko ist bei Kartenzahlungen ein ständiges Thema. Viele Händler investieren deshalb in Tools zur Betrugsprävention und zahlen für Versicherungen, um die finanziellen Folgen betrügerischer Transaktionen abzufedern.
Grenzüberschreitende Gebühren: Wird mit einer Karte aus einem anderen Land bezahlt, können für den Händler zusätzliche grenzüberschreitende Gebühren anfallen. Gerade für international tätige Unternehmen können diese erheblich sein.
All diese Kosten summieren sich, sodass die tatsächlichen Kosten der Kartenabwicklung deutlich über dem zunächst ausgewiesenen Gebührensatz liegen können. Für Händler können diese Gebühren die Marge schmälern. Verbraucher wiederum zahlen möglicherweise indirekt mehr, wenn Unternehmen ihre Preise erhöhen, um diese zusätzlichen Kosten auszugleichen.
Die Transparenz von Carrier Billing
Carrier Billing vereinfacht den Bezahlvorgang, indem Einkäufe direkt über die Handyrechnung abgerechnet werden. Dabei bietet die Zahlungsmethode einige Vorteile, die häufig übersehen werden:
- Eine einzige Gebühr: Bei Carrier Billing deckt eine einzige Gebühr den gesamten Zahlungsprozess ab. Während sich die Kosten bei Kartenzahlungen auf verschiedene Gebühren verteilen, werden sie bei Carrier Billing in einer transparenten Gebühr zusammengefasst. Es gibt keine versteckten Gebühren: Der ausgewiesene Preis ist der Preis, den Sie zahlen.
- Keine zusätzlichen Abwicklungsgebühren: Bei Carrier Billing fallen keine Interchange-, Gateway- oder Acquirer-Gebühren an. Der Ablauf ist einfach: Der Verbraucher kauft ein Produkt oder einen Service, und der Betrag wird über die Handyrechnung abgerechnet.
- Kein Chargeback-Risiko: Carrier Billing läuft nicht über klassische Bank- oder Kreditkartensysteme. Daher gibt es keine Chargebacks. Das reduziert das Risiko für Händler und macht den Bezahlvorgang für Verbraucher einfach und sicher.
- Sicherheit und Datenschutz: Für Carrier-Billing-Transaktionen müssen keine sensiblen Zahlungsdaten wie Kartennummern oder Bankverbindungen eingegeben werden. Das kann das Betrugsrisiko reduzieren und bietet Verbrauchern zugleich mehr Privatsphäre.
- Sofortige Zahlungen: Transaktionen erfolgen sofort, ohne dass Formulare ausgefüllt oder Kartendaten eingegeben werden müssen. Das macht Carrier Billing besonders für digitale Güter wie In-App-Käufe, Abonnements sowie Guthaben für Gaming und iGaming zu einer komfortablen Zahlungsoption.
Ist Carrier Billing wirklich teurer?
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Auf den ersten Blick können die Gebühren für Carrier Billing höher erscheinen. Das liegt daran, dass die Kosten häufig in einer einzigen, prozentual höheren Gebühr zusammengefasst sind. Der entscheidende Unterschied: Bei Carrier Billing gibt es keine versteckten Zusatzkosten. Die Gebührenstruktur ist einfach, transparent und leicht nachvollziehbar
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Kartenzahlungen wirken dagegen oft günstiger, bis alle zusätzlichen Kosten berücksichtigt werden. Rechnet man Interchange-Gebühren, Acquirer-Gebühren, Kosten für Betrugsprävention, Chargeback-Gebühren und weitere Kosten zusammen, können Kartenzahlungen teurer ausfallen als zunächst angenomm
Was Transparenz wirklich kostet
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Carrier Billing kann aufgrund seiner einheitlichen Gebührenstruktur zunächst teurer erscheinen. Dabei deckt diese Gebühr den gesamten Zahlungsprozess ab. Bei Kartenzahlungen können dagegen verschiedene zusätzliche Kosten anfallen, die sich schnell summieren. Dadurch wird die Kostenstruktur komplexer und kann am Ende teurer ausfallen, als es zunächst scheint. Carrier Billing mag also auf den ersten Blick mehr kosten, kann durch seine transparente und einfache Gebührenstruktur insgesamt aber die kostengünstigere Option sein. Hier gibt es keinen Eisberg unter der Oberfläche.
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Eines möchten wir dabei klarstellen: Wir empfehlen keineswegs, auf Kartenzahlungen zu verzichten. Karten sind ein wichtiger Bestandteil des Zahlungsökosystems und für Millionen Menschen eine vertraute Zahlungsmethode. DIMOCO ist schließlich selbst Acquirer. Wir erleben jedoch immer wieder, dass Händler zunächst vor den vermeintlich höheren Kosten von Carrier Billing zurückschrecken. Deshalb ist es uns wichtig, die Kostenstrukturen in Relation zu setzen. Die Gebühren mögen auf den ersten Blick höher erscheinen, tatsächlich sind sie es aber nicht. Für viele Händler ist Carrier Billing daher eine sinnvolle Ergänzung ihres Zahlungsmix.